Bildungsglossar
Hier finden Sie alle Definitionen rund um Abkürzungen aus dem Bildungssektor.
AbB – Ausbildungsbetreuung
Unterstützung von Auszubildenden, um Lösungsansätze bei Problemen zu finden und so einen Abbruch der Ausbildung zu verhindern.
AbH – Ausbildungsbegleitende Hilfe
Besondere Unterstützung für Auszubildende in Form von Stütz- bzw. Förderunterricht, um den Ausbildungserfolg zu sichern. Die ausbildungsbegleitende Hilfe findet neben regulärem Berufsschulunterricht statt und wird durch Lehrkräfte und Sozialpädagogen/-innen in Kleingruppen betreut.
AGH – Arbeitsgelegenheiten
Eine AGH bezeichnet eine Eingliederungsmaßnahme arbeitsuchender Menschen mit dem Ziel der Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Die in der Arbeitsgelegenheit verrichteten Arbeiten sollen im öffentlichen Interesse liegen.
AvJ – Ausbildungsvorbereitendes Jahr
Dient der Erlangung des Haupt- und Berufsschulabschlusses an beruflichen Schulen.
Das AvJ richtet sich an berufsschulpflichtige Schüler/-innen, die noch keinen Schulabschluss erreicht haben und auch keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden haben.
BA – Bundesagentur für Arbeit
Die Bundesagentur für Arbeit ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung und steht unter der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Die Hauptaufgaben der BA sind die Arbeitsvermittlung, Arbeitsmarktberatung, Berufsberatung, Arbeitsmarktbeobachtung und Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.
BAB – Berufsausbildungsbeihilfe
Berufsausbildungsbeihilfe ist eine finanzielle Unterstützung für Auszubildende der Bundesagentur für Arbeit. Wenn die Ausbildungsvergütung nicht ausreicht, um den notwendigen Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können, kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Antrag auf BAB gestellt werden.
BaE – Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen
Die BaE richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben und denen die Perspektive fehlt. Die Ausbildung wird dann zunächst bei einem sozialen Träger begonnen und kann, je nach Voraussetzungen, in einem normalen Ausbildungsbetrieb beendet werden.
BEK – Berufseingangsklasse
Die BEK ist eine berufsvorbereitende Maßnahme, die sich an Jugendliche unter 18 Jahren mit schulischen Problemen richtet, um den Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Bei fehlendem Schulabschluss kann in der Berufseinstiegsklasse der Hauptschulabschluss nachgeholt werden.
BerEb – Berufseinstiegsbegleitung
Ist ein Bildungsangebot der Bundesagentur für Arbeit zur Unterstützung von Schülern/-innen beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine berufliche Ausbildung.
BFE – Berufsfelderprobung
Eine BFE oder auch „Schnupperpraktikum“ ermöglicht den Schülern/-innen einen Einblick in einen Ausbildungsbetrieb. So lernen sie in den Schulferien oder nach der Schule die Arbeitsbedingungen bereits vor der Ausbildung kennen.
Blended Learning – Integriertes Lernen
Bei dieser Lernform werden klassische Lernmethoden durch digitale Elemente ergänzt. Präsenzveranstaltungen werden z. B. mit E-Learning verknüpft.
BO – Berufsorientierung
Die BO richtet sich an Schüler/-innen der siebten und achten Klasse aller Schulformen. Die Jugendlichen ermitteln anhand einer Potenzialanalyse ihre Stärken und probieren im Anschluss im Rahmen von Werkstatttagen verschiedene Berufe aus. Das Programm soll junge Menschen dazu anregen, sich mit dem Thema Berufswahl auseinanderzusetzen.
BVB - Berufsvorbereitende Maßnahme
Eine BVB erleichtert den Übergang zwischen Schule und Beruf. In berufsvorbereitenden Maßnahmen können Jugendliche ihre Fähigkeiten verbessern und dadurch die Chance auf einen Ausbildungsplatz erhöhen.
Coaching
Coaching unterstützt die berufliche Orientierung und kann an jedem Punkt der beruflichen Laufbahn erfolgen. Ein Coach leistet Hilfestellung, ermittelt Stärken und Schwächen und gibt Tipps für eine erfolgreiche Karriere.
E-Learning – Electronic Learning
Ist ein Lernprozess, der durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt wird.
EQ – Einstiegsqualifizierung
Die EQ eignet sich für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben und/oder denen, die sich noch orientieren möchten. Mit Hilfe der EQ kann ein vergütetes Praktikum in einem Betrieb absolviert werden, welches anschließend auch für die Ausbildung angerechnet werden kann.
GRV – Gesetzliche Rentenversicherung
Die GRV dient als Teil des deutschen Sozialversicherungssystems hauptsächlich der Altersvorsorge von Beschäftigten. Träger der GRV ist die Deutsche Rentenversicherung, die sich auf 14 regionale und zwei bundesweite Träger aufteilt.
HWK – Handwerkskammer
Die HWK ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die als regionaler Zusammenschluss die Interessen der ansässigen Handwerksbetriebe in einem Kammerbezirk organisiert.
IHK – Industrie- und Handelskammer
Die IHK ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die als regionale Selbstverwaltungsorganisation alle gewerblichen Unternehmen des jeweiligen Kammerbezirks mit Ausnahme des Handwerks (siehe HWK) organisiert.
Jobcenter
Das Jobcenter ist eine Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit und eines kommunalen Trägers. Das Jobcenter betreut Bezieher des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV), fördert Eingliederungsmaßnahmen und berufliche Weiterbildung und bietet Unterstützung bei Sucht- und Schuldnerberatung.
MINT
MINT fasst die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik unter einem Begriff zusammen.
PA - Potenzialanalyse
Die PA richtet sich an Schülerinnen und Schüler und dient der Beruflichen Orientierung. In einem handlungsorientierten Prozess werden die Potenziale der Schülerinnen und Schüler ermittelt, die hinsichtlich der Berufswahl genutzt werden können.
PS – Produktionsschule
Eine PS ist eine Bildungseinrichtung, in der die berufliche Qualifikation oder Ausbildung mit erwerbsorientierter Produktion einhergeht. Die PS variieren von Bundesland zu Bundesland, da es keinen einheitlichen PS-Typus gibt.
Reha
Reha ist die Kurzform für „Rehabilitation“ und bezeichnet eine Sozialleistung, durch die kranke, körperlich- oder geistig behinderte Patienten/-innen wieder in den Alltag integriert werden. Die Maßnahme kann ambulant, stationär oder teilstationär erfolgen. Reha-Träger können bspw. Krankenkassen, die Bundesagentur für Arbeit sowie die gesetzliche Unfallversicherung sein.
RÜM – Regionales Übergangsmanagement
Ist eine Förderinitiative zur Verbesserung regionaler Netzwerkstrukturen von bspw. Schulen, Jugendämter, der Bundesagentur für Arbeit oder dem Jobcenter, um Jugendlichen den Übergang von der Schule in das Berufsleben zu vereinfachen. Ziel ist es, die angebotenen Maßnahmen besser zu koordinieren und für die Jugendlichen verfügbar zu machen.
Sozialgesetzbuch
Mit SGB ist das Sozialgesetzbuch gemeint, das die zentralen Sozialleistungsgesetze zusammenfasst.
SWU – Schülerwerkstattunterricht
Der SWU ist berufsorientierender Unterricht in verschiedenen Werkstätten, der von Bildungsträgern angeboten wird. Hierbei können unterschiedliche Berufsfelder (bspw. Holz/Metall/Farbe/Elektro) von den Schüler/-innen unter Aufsicht praktisch erprobt werden.
ÜBA - Überbetriebliche Ausbildung
Die ÜBA ist ein Teil der betrieblichen Ausbildung, der außerhalb des Ausbildungsbetriebs in externen Ausbildungsstätten stattfinden. Grund dafür ist, dass der Ausbildungsbetrieb nicht alle Fertigkeiten und Kenntnisse bieten kann, die die Auszubildenden benötigen. Diese werden in den außerbetrieblichen Werkstätten vermittelt.
Umschulung
Eine Umschulung wird der beruflichen Weiterbildung zugeordnet. Unter einer Umschulung versteht man die Möglichkeit, sich für eine andere Arbeitstätigkeit zu qualifizieren, wenn es nicht mehr möglich ist, den alten Beruf auszuüben, z. B. aus physischen oder psychischen Gründen. Ziel ist es, einen IHK-Berufsabschluss oder ein Gesellenbrief zu erwerben